Häufige Fragen zum Label Schweizer Holz

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Label Schweizer Holz

Die Öko-Labels sagen aus, dass das Holz aus kontrollierter, nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Sie weisen aber die Herkunft des Rohstoffes nicht aus. Die entsprechenden Standards sind indessen von Land zu Land verschieden. Schweizer Holz erfüllt von Gesetzes wegen allerhöchste Standards: Es wird umweltschonend produziert und nicht weit transportiert. Eindeutig ein ökologischer Mehrwert von Schweizer Holz – und ein weiterer Pluspunkt, den das Label Schweizer Holz mit sich bringt!

Sie stärken damit die einheimische gesamte Holzkette, denn die Produktion des Rohstoffes Holz lässt sich somit nicht einfach ins Ausland verlegen. Ihr Entscheid für Schweizer Holz stützt die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Schweizer Wald- und Holzwirtschaft und sichert dort langfristig Arbeitsplätze und Know-how.

Suchen Sie nach dem runden, roten Label mit dem eingekerbten Schweizer Kreuz. Das Label Schweizer Holz garantiert die Schweizer Herkunft.

Das Label Schweizer Holz ist ein eingetragenes und geschütztes Markenzeichen von Lignum Holzwirtschaft Schweiz. Es steht allen Betrieben der Schweizer Holzkette vom Wald über Sägereien und Holzbauer bis hin zu Schreinereien offen. Voraussetzungen sind die Kontrolle des Warenflusses im Betrieb sowie eine lückenlose Dokumentation der Holzmengen. Dazu meldet sich der Betrieb bei der Geschäftsstelle an und erhält eine Registriernummer.

Werden Sie aktiv und zeigen Sie Ihr Interesse als Konsumentin und Konsument an der Herkunft des Holzes. Sagen Sie dem Schreiner, dem Säger oder dem Holzhändler, dass Sie ein Produkt aus Schweizer Holz wünschen. Am liebsten aus der Region! Sie haben gute Gründe dafür: Zum Beispiel Ökologie, nachhaltige Produktion, Qualität, Klimaschutz, regionale Arbeitsplätze und die einmalige naturnahe Waldbewirtschaftung der Schweiz.

Primär setzt das Label auf die Eigenverantwortung der Anbieter, denn man kennt sich und verfolgt dieselben Ziele. Die Lignum kontrolliert die Labelverwendung mit Stichproben. Seit Herbst 2016 werden zusätzlich unabhängige Kontrollen von Dritten durchgeführt, damit das Label glaubwürdig und transparent bleibt.

Zugegeben, äusserlich sieht Schweizer Holz nicht besser aus, aber es verfügt über unübertreffliche innere Werte. Denn Sie wissen: Das Produkt in Ihren Händen oder das Holz in Ihrem Haus wurde nicht weit transportiert, was Energie spart. Wenn Sie Schweizer Holz kaufen, sind Sie Teil eines regionalen Wirtschaftskreislaufes. Die Fachleute haben den Rohstoff qualitativ sorgsam verarbeitet. Ausserdem wissen Sie, woher er kommt – aus dem Schweizer Wald. Dank Holznutzung bleibt dieser fit und stabil.

Fragen Sie nach Schweizer Holz! Konsumentinnen und Konsumenten haben mehr Einfluss, als sie denken. Daher lohnt es sich, aktiv zu werden. Wer im Fachgeschäft, im Baumarkt, im Holzhandel, beim Kundendienst oder beim Handwerker nach der Herkunft des Holzes oder nach dem Label Schweizer Holz fragt, wird bestimmt gehört. Auch ein Bauvorhaben der öffentlichen Hand kann eine Gelegenheit bieten, beispielsweise an der Gemeindeversammlung nach Schweizer Holz zu fragen – oft ist die Gemeinde ja selber auch Waldbesitzerin, sollte im Sinne der Nachhaltigkeit kurze Transportwege bevorzugen und das regionale Gewerbe stützen. Verlangen Sie als Bürger respektive Steuerzahlerin, dass Ihre Gemeinde mit Schweizer Holz baut.

Im Gegenteil! Zur Pflege des Waldes gehört auch die Holzernte. Die Waldbesitzer nutzen nicht mehr Holz, als nachwächst. Sie pflegen den Wald, damit er über Generationen hinweg gesund bleibt und unserer Gesellschaft Erholung, Schutz vor Naturgefahren und sauberes Trinkwasser bietet. Mit dem Kauf von einheimischem Holz fördern Sie einen gesunden und stabilen Wald.

Auf jeden Fall. Das Schweizer Waldgesetz ist weltweit eines der strengsten und schützt unseren Wald vorbildlich. Zum Beispiel müssen Holzschläge vorgängig vom Kanton bewilligt werden. Kahlschläge, Raubbau und Rodungen sind nicht erlaubt.

Schäden werden so gut es geht vermieden; der Wald wird nicht kreuz und quer befahren. Die Forstmaschinen werden sehr gezielt und schonend auf den vorgesehenen Wegen und Schneisen eingesetzt. Sie erleichtern auch die harte, gefährliche Arbeit der Forstprofis.

Alle drei Sekunden wächst im Schweizer Wald ein Würfel von 1x1x1 Meter Holz nach. Langfristig dürfen wir nur so viel nutzen, wie nachwächst – doch wir schöpfen das Potenzial bei weitem nicht aus. Die Reserven nehmen zu und manche Wälder überaltern. Jährlich werden nur rund zwei Drittel des nutzbaren Holzes geerntet. Holz ist einer der natürlichsten Rohstoffe der Schweiz, wir haben genug – auch für die nächsten Generationen.

Ganz und gar nicht: Fast die Hälfte der in der Schweiz lebenden Tiere und Pflanzen kommt im Wald vor. Die Nutzung bringt Dynamik und Licht in den Wald und hilft, die Biodiversität zu fördern. In Totalreservaten wird völlig darauf verzichtet, Holz zu nutzen. Dort können Arten leben, die dunklere Wälder mit viel sehr altem und totem Holz bevorzugen. In Sonderwaldreservaten wird je nach Schutzzielen gepflegt, zum Beispiel Licht gemacht für seltene Orchideen.

Der Wald bietet der Gesellschaft Erholung, Schutz vor Naturgefahren, den Rohstoff Holz, sauberes Trinkwasser und vieles mehr. Damit der Wald alle erwünschten Funktionen jederzeit erbringt, braucht es gezielte menschliche Eingriffe. Ein sich selbst überlassener Wald würde überaltern und instabil werden; seine Schutzwirkung wäre nicht mehr gesichert. Ihn zu betreten würde schwierig und gefährlich.

Jeder Wald hat eine Eigentümerin, welche Aufwände und Erträge der Holznutzung abwägen muss. Wann, wie viele und welche Bäume geschlagen werden, entscheidet sie in Absprache mit dem zuständigen Förster. Letzterer gewährleistet, dass die Schlagfläche und Nutzungsmenge im gesetzlichen Rahmen bleiben.

Äste, Laub und Nadeln bleiben nach der Nutzung im Wald. Sie enthalten Nährstoffe, vermodern und geben diese so dem Waldboden zurück. Für viele Waldtiere sind die Asthaufen gute Verstecke, bieten Futter, Unterschlupf oder Material für Vogelnester.

Mehr als die Hälfte des Schweizer Waldes ist nach FSC oder PEFC zertifiziert. Aus der zertifizierten Fläche stammen etwa zwei Drittel des genutzten Holzes. Grundsätzlich ist aber alles Holz in der Schweiz nachhaltig, denn es wird unter einem strengen und weltweit vorbildlichen Waldgesetz produziert. Dafür steht das Label Schweizer Holz auf 100% der Schweizer Waldfläche.

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