Häufige Fragen zur Verwendung des Labels Schweizer Holz

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Label Schweizer Holz

Sie möchten Mitglied werden? Dann finden Sie hier das Formular zur Anmeldung. Nachdem Sie dieses ausgefüllt per E-Mail oder per Post retourniert haben, melden wir uns bei Ihnen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Sollten Sie nicht über ein gültiges FSC- oder PEFC-Zertifikat verfügen, wird ein Erstaudit fällig. Nach der Durchführung des Aufnahmeverfahrens erhalten Sie ein Zertifikat sowie die nötigen Zugänge zum Logo-Generator und Starterpaket. Wenn Sie darüber hinaus Fragen haben, hilft Ihnen Martina Neumüller-Kast, Leiterin Marketing Schweizer Holz, gerne weiter.

Ja, alle Betriebe, von denen Sie Holz respektive Holzprodukte beziehen, müssen ebenfalls das Label Schweizer Holz innehaben, damit auch Sie dieses nach der Anmeldung nutzen dürfen. Das Ziel des Labels ist es nämlich, die gesamte Holzkette zu stärken. Dies ist nur möglich, wenn wir auf eine geschlossene Wertschöpfungskette bestehen.

Die Öko-Labels sagen aus, dass das Holz aus kontrollierter, nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Sie weisen aber die Herkunft des Rohstoffes nicht aus. Die entsprechenden Standards sind indessen von Land zu Land verschieden. Schweizer Holz erfüllt von Gesetzes wegen allerhöchste Standards: Es wird umweltschonend produziert und nicht weit transportiert. Eindeutig ein ökologischer Mehrwert von Schweizer Holz!

Sie stärken damit die einheimische Waldwirtschaft, die unter dem starken Franken leidet, denn die Produktion des Rohstoffes Holz lässt sich nicht einfach ins Ausland verlegen. Ihr Entscheid für Schweizer Holz stützt die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Schweizer Holzwirtschaft und sichert dort Arbeitsplätze.

Suchen Sie nach dem runden, roten Label mit dem eingekerbten Schweizer Kreuz. Das Label Schweizer Holz garantiert die Schweizer Herkunft.

Das Label Schweizer Holz ist ein eingetragenes und geschütztes Markenzeichen. Es steht allen Betrieben der Schweizer Holzkette vom Wald über Sägereien und Holzbauer bis hin zu Schreinereien offen. Voraussetzungen sind die Kontrolle des Warenflusses im Betrieb sowie eine lückenlose Dokumentation der Holzmengen. Dazu meldet sich der Betrieb bei der Geschäftsstelle an und erhält eine Registriernummer.

Primär setzt das Label auf die Eigenverantwortung der Anbieter, denn man kennt sich und verfolgt dieselben Ziele. Die Lignum kontrolliert die Labelverwendung mit Stichproben. Seit Herbst 2016 werden zusätzlich unabhängige Kontrollen von Dritten durchgeführt, damit das Label glaubwürdig und transparent bleibt.

Zugegeben, äusserlich sieht Schweizer Holz nicht besser aus, aber es verfügt über unübertreffliche innere Werte. Denn Sie wissen: Das verwendete Produkt wurde nicht weit transportiert, was Energie spart. Wenn Sie Schweizer Holz einsetzen, sind Sie Teil eines regionalen Wirtschaftskreislaufes. Die Fachleute haben den Rohstoff qualitativ sorgsam verarbeitet. Ausserdem wissen Sie, woher er kommt – aus dem Schweizer Wald. Dank Holznutzung bleibt dieser fit und stabil.

Im Gegenteil! Zur Pflege des Waldes gehört auch die Holzernte. Die Waldbesitzer nutzen nicht mehr Holz, als nachwächst. Sie pflegen den Wald, damit er über Generationen hinweg gesund bleibt und unserer Gesellschaft Erholung, Schutz vor Naturgefahren und sauberes Trinkwasser bietet. Mit dem Kauf und dem Einsatz von einheimischem Holz fördern Sie einen gesunden und stabilen Wald.

Auf jeden Fall. Das Schweizer Waldgesetz ist weltweit eines der strengsten und schützt unseren Wald vorbildlich. Zum Beispiel müssen Holzschläge vorgängig vom Kanton bewilligt werden. Kahlschläge, Raubbau und Rodungen sind nicht erlaubt.

Schäden werden so gut es geht vermieden; der Wald wird nicht kreuz und quer befahren. Die Forstmaschinen werden sehr gezielt und schonend auf den vorgesehenen Wegen und Schneisen eingesetzt. Sie erleichtern auch die harte, gefährliche Arbeit der Forstprofis.

Alle drei Sekunden wächst im Schweizer Wald ein Würfel von 1x1x1 Meter Holz nach. Langfristig dürfen wir nur so viel nutzen, wie nachwächst – doch wir schöpfen das Potenzial bei weitem nicht aus. Die Reserven nehmen zu und manche Wälder überaltern. Jährlich werden nur rund zwei Drittel des nutzbaren Holzes geerntet. Holz ist einer der natürlichsten Rohstoffe der Schweiz, wir haben genug – auch für die nächsten Generationen.

Ganz und gar nicht: Fast die Hälfte der in der Schweiz lebenden Tiere und Pflanzen kommt im Wald vor. Die Nutzung bringt Dynamik und Licht in den Wald und hilft, die Biodiversität zu fördern. In Totalreservaten wird völlig darauf verzichtet, Holz zu nutzen. Dort können Arten leben, die dunklere Wälder mit viel sehr altem und totem Holz bevorzugen. In Sonderwaldreservaten wird je nach Schutzzielen gepflegt, zum Beispiel Licht gemacht für seltene Orchideen.

Der Wald bietet der Gesellschaft Erholung, Schutz vor Naturgefahren, den Rohstoff Holz, sauberes Trinkwasser und vieles mehr. Damit der Wald alle erwünschten Funktionen jederzeit erbringt, braucht es gezielte menschliche Eingriffe. Ein sich selbst überlassener Wald würde überaltern und instabil werden; seine Schutzwirkung wäre nicht mehr gesichert. Ihn zu betreten würde schwierig und gefährlich.

Jeder Wald hat eine Eigentümerin, welche Aufwände und Erträge der Holznutzung abwägen muss. Wann, wie viele und welche Bäume geschlagen werden, entscheidet sie in Absprache mit dem zuständigen Förster. Letzterer gewährleistet, dass die Schlagfläche und Nutzungsmenge im gesetzlichen Rahmen bleiben.

Äste, Laub und Nadeln bleiben nach der Nutzung im Wald. Sie enthalten Nährstoffe, vermodern und geben diese so dem Waldboden zurück. Für viele Waldtiere sind die Asthaufen gute Verstecke, bieten Futter, Unterschlupf oder Material für Vogelnester.

Mehr als die Hälfte des Schweizer Waldes ist nach FSC oder PEFC zertifiziert. Viele tragen gleich beide Labels, denn die Standards unterscheiden sich kaum. Aus der zertifizierten Fläche stammen etwa zwei Drittel des genutzten Holzes. Grundsätzlich ist aber alles Holz in der Schweiz nachhaltig, denn es wird unter einem strengen und weltweit vorbildlichen Waldgesetz produziert. Dafür steht das Label Schweizer Holz auf 100% der Schweizer Waldfläche.

FAQ für Fachpartner

Konsumenten und Bauherren wollen heutzutage Klarheit darüber, woher das Holz für ihr Haus, für den Innenausbau, ihre Möbel und andere Holzprodukte stammt.

Allerdings machen beide hierzulande anzutreffenden Öko-Labels keine Aussagen über die Holzherkunft. Das Label Schweizer Holz hingegen beschreibt genau dies: das verarbeitete Holz stammt aus der Schweiz, und in Schweizer Unternehmen fertigen hervorragend ausgebildete Fachleute daraus Produkte von bester Qualität. Schweizer Herkunft gilt im In- und Ausland als fester Wert.

Als Ingenieur, Architekt, Innenarchitekt oder Zulieferer bekennen Sie sich zum Schweizer Holz und sprechen das Thema gegenüber Ihren Kunden an? Dann werden Sie jetzt Fachpartner des Labels Schweizer Holz! Fachpartner sind berechtigt, das Label Schweizer Holz zu tragen, damit zu werben und sich so von ihren Mitbewerbern abzuheben.

Die Mitgliedschaft ist einfach, klar und kostengünstig. Und sie macht auf einen Blick klar, dass Sie auf Schweizer Qualitätsprodukte mit ökologischem und sozialem Mehrwert setzen.

Fachpartner des Labels Schweizer Holz setzen sich nachweislich für Schweizer Holz ein und nutzen und bewerben das Label Schweizer Holz aktiv. Fachpartner sind jedoch keine Hersteller von Holz-Produkten. Eine Fachpartnerschaft bringt Ihnen folgenden Vorteile:

  • Verwendung des Labels Schweizer Holz für eigene Werbezwecke
  • Lancierung und Durchführung von Objektauszeichnungen zusammen mit Lignum
  • Eintrag auf der interaktiven Karte der registrierten Betriebe sowie ein Firmeneintrag unter www.holz-boislegno.ch/anbieter
  • Erhalt eines Einsteiger-Marketing-Paketes mit diversen Artikeln des Labels Schweizer Holz

Im Gegenzug zeigen Sie das Logo in Ihren Werbe- und Marktingmassnahmen, auf Internetseiten und in Ihren Drucksachen und sprechen gegenüber Kunden und Bauherren das Thema Schweizer Holz aktiv an.

Hier finden Sie das Anmeldeformular. Nach Erhalt des ausgefüllten Formulars senden wir Ihnen die Nutzungsbewilligung mit den dazugehörigen Dokumenten zu.

Ihr Aufwand ist gering: In einem einfachen jährlichen Rapport sind die Aktivitäten und allfällige realisierte Schweizerholz-Projekte zu dokumentieren.

Die Jahresgebühr ist abhängig von Ihrem Gesamtumsatz:

Betriebsumsatz Jahresgebühr
< 1 Mio. CHF 250.–
1–5 Mio. CHF 350.–
5–10 Mio. CHF 500.–
10–30 Mio. CHF 800.–
30–50 Mio. CHF 1'200.–
> 50 Mio. CHF 2'500.–

 

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